Programm



Grundsätze


Die WIN besteht jetzt seit 2008 und hat sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse an den gemeindlichen Entscheidungsprozessen bei den BürgerInnen zu fördern und im Rahmen der demokratischen Ordnung Einfluss auf die Kommunalpolitik zu nehmen. Zu diesem Zweck beteiligt sich die WIN an den Gemeindewahlen.
Das besondere Interesse der kommunalpolitischen Arbeit der WIN gilt einer vorausschauenden Gemeindepolitik, die nicht nur Einzelfall-orientiert ist und sich abseits von Landes- und Bundespolitik allein auf kommunaler Ebene auf das Wohl der Gemeinde ausrichtet. Das schließt jedoch nicht aus, dass gemeinde-übergreifende Entwicklungen und Entscheidungsprozesse mit gestaltet und beeinflusst werden. Dabei wollen die Mitglieder der WIN in engem Kontakt mit den Bürgern bleiben und Informationen über wichtige Themen in der Gemeinde anbieten. Die WIN beabsichtigt, in den Ausschüssen und in der Gemeindevertretung der Gemeinde Noer durch einen fruchtbaren und sachlichen Gedankenaustausch etwas zu bewirken.

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I Unsere Gemeinde


Die Gemeinde Noer ist eine ländliche Gemeinde inmitten einer wunderschönen und abwechslungsreichen Landschaft nahe der Landeshauptstadt Kiel, der Kleinstadt Eckernförde und dem Versorgungszentrum Gettorf. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zur Ostsee an der Eckernförder Bucht. Hier lässt es sich gut leben und wohnen.
Die Kombination aus gesundem Ostseeklima, Strand, bewaldeter Steilküste, Wäldern und Knicklandschaft einerseits und dem Schloss Noer, dem Gut Noer und dem Lindhof andererseits, macht den besonderen Charme der Gemeinde aus.
Die WIN hat sich zum Ziel gesetzt, Natur-Erhaltende Maßnahmen zu unterstützen und die Attraktivität unserer Umgebung weiter zu entwickeln. Dabei ist nicht beabsichtigt, den Tourismus in der Gemeinde Noer auf die gleiche Stufe zu heben, wie z.B. in der Nachbargemeinde Schwedeneck. Bei der weiteren Entwicklung der Gemeinde wird von der WIN darauf geachtet werden, dass diese naturverträglich verläuft und die abwechslungsreiche Landschaft erhalten bleibt.

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II Bauliche Entwicklung


Seitens der Landesregierung ist der Gemeinde Noer aufgezeigt worden in welchen Dimensionen eine Erweiterung der Wohnbebauung (bis zu 48 Wohneinheiten bis 2025) überhaupt möglich sein soll. Dabei ist es ein Anliegen der WIN, dass sich beide Ortsteile im Interesse der Gemeinde möglichst gleichberechtigt, bei Erhaltung vorhandener Naturräume, entwickeln. Vorrangig sind zuerst die vorhandenen Baulücken zu schließen.
Wichtig ist den Mitgliedern der WIN, von zu detaillierten Bauvorschriften Abstand zu nehmen und mehr Gestaltungsvarianten zuzulassen. Die Gemeinde Noer zeichnet sich im Bebauungsbestand nicht durch einen vorherrschenden Baustil aus, so dass eine größere Vielfalt an architektonischen Stilen zugelassen werden kann.
Eine gezielte Bauleitplanung (Flächennutzungs- und Bebauungspläne) zur Vermeidung von „Wildwuchs“ wird angestrebt.
In Zeiten der Energiewende ist die Einsparung von Energie-Ressourcen natürlich auch ein Thema in unserer Gemeinde. Die WIN hat sich in der Vergangenheit dafür stark gemacht, dass die Gemeindeeigenen Gebäude in der Hinsicht überprüft wurden und setzt sich weiterhin für eine Verbesserung der energetischen Werte ein.

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III Infrastruktur


Die Ertüchtigung des Internetzuganges in unserer Region ist nicht zuletzt auf eine Initiative der WIN zurückzuführen. Verbesserungsbedürftig bleiben, nach wie vor, die Qualität und die Abdeckung des Mobilfunknetzes, denn viele Gemeindeflächen sind gegenwärtig unteversorgt. Die WIN hat hierzu bereits einen Antrag eingebracht und wird diesen weiterverfolgen.
Weiterhin sieht die WIN Handlungsbedarf bei der Energieversorgung der Gemeinde. Generell spricht sich die WIN dafür aus, den Einsatz alternativer Energien in Energieversorgungs-Überlegungen einzubeziehen.
Die verkehrstechnische Anbindung an die Versorgungszentren in der Nachbarschaft ist gegeben. Was fehlt, sind nach wie vor die öffentlichen Verkehrsmittel, die in nur unzureichendem Maße vorgehalten werden. Insbesondere Kinder und ältere Mitbürger sind diesbezüglich unterversorgt. Mögliche Lösungsvorschläge sehen wir in einer Optimierung der bestehenden Schülerbeförderung, auch zur Benutzung durch andere Bürger.
Mit der Ertüchtigung des Kanalnetzes für die Abwasser- und Regenwasser-Entsorgung hat die Gemeinde schon einen großen Schritt gemacht. Jetzt gilt es, die vorhandenen Anlagen zu pflegen und nachhaltig „in Schuss“ zu halten.

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IV Gemeindeeigene Einrichtungen


Das „Seniorenwohnheim“ in Noer sollte nach der Auffassung der WIN mit einer solarbetriebenen Warmwasserbereitung versehen werden, um in Zukunft energie-sparend wirtschaften zu können. Diese Wohnanlage bedarf weiterhin einer generellen Modernisierung / Renovierung. Deren Nutzung und gegebenenfalls auch Neuaufteilung sollte für die Zukunft neu diskutiert werden.
Die WIN unterstützt das Engagement der Bürger zur aktiven Nutzung der vorhandenen Freizeiteinrichtungen, wie Fußballplatz, Skateranlage und Jugendtreff.

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V Verkehr


Der Autoverkehr auf der Bäderstraße stellt insbesondere in den Sommermonaten immer noch eine Gefahr dar.
Insgesamt setzt sich die WIN für die Schulwegsicherung und allgemeine Verkehrssicherheit im gesamten Gemeindegebiet ein und wird bei allen anstehenden Planungen auf deren Beachtung drängen.

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VI Naturverträglicher Tourismus


Die Gemeinde Noer ist Ziel von vielen Erholungssuchenden. Neben den Gästen der Jugendpflegeeinrichtung Schloss Noer, den Mietern der Ferienwohnungen und den Campern der drei Campingplätze ist die Gemeinde auch Ausflugsziel von Naherholungssuchenden. Insbesondere in den Sommermonaten entstehen aus dem Tourismus für die Gemeinde einige Probleme:
Die WIN beabsichtigt, auf die Naturverträglichkeit des Tourismus zu achten, denn alle Gäste der Gemeinde besuchen diese, um die Schönheit der Landschaft zu genießen. Auf diesem Weg wollen wir erreichen, dass sich unsere Gemeinde wohltuend von anderen Tourismusorten abhebt.
Der zum Gemeindegebiet zählende Strand erstreckt sich auf der gesamten Länge der Gemeinde Noer. Da große Teile des Strandes kaum einsehbar sind und dessen Nutzung kostenlos ist, mangelt es bei einigen Strandbesuchern an der gegenseitigen Rücksichtnahme und Beachtung gültiger Vorschriften. Wir sprechen uns daher dafür aus, weiterhin eine Strandaufsicht zu beschäftigen, die die Strandbesucher aufklärt und somit Einfluss auf die Einhaltung unserer Strandsatzung nimmt.
Ein großes Problem stellt die Belastung der Gemeinde durch den tourismus-bedingten Verkehr dar. In beiden Gemeindeteilen, insbesondere aber im Ortsteil Noer, ist die Zufahrt zum Strand nicht befriedigend geregelt. Bei zukünftigen Planungen werden wir darauf drängen, dass durch den touristischen Verkehr weder die Verkehrssicherheit, noch die Bevölkerung zu leiden haben.
Weiterhin befürworten wir Verhandlungen mit Grundeigentümern über den Erwerb oder das Anpachten von Flächen, die den ruhenden Verkehr für die touristisch attraktiven Punkte aufnehmen können. Diese Parkflächen sollten jedoch weder die Vorzüge des Ausflugziels beeinträchtigen, noch zu einem vermehrten Verkehrsaufkommen in den Gemeindestraßen führen.
Die WIN sieht weitere Möglichkeiten, die Attraktivität der Gemeinde für die Bevölkerung, aber auch für unsere Besucher zu steigern. Die von uns innerhalb eines Projektes erarbeiteten Ideen werden wir weiter verfolgen. Insbesondere die Errichtung eines kleinen Badesteges, eine Infotafel zur historischen Lorenbahn, Aussichtspunkte mit Sitzbänken und eine Ausweitung / Verbesserung des Radwanderwegenetzes um nur einige zu nennen.
Nach außen sollte sich unsere Gemeinde offener zeigen, Gäste willkommen heißen und regionsübergreifende Angebote wahrnehmen, denn der Erhalt der Natur und ein sinnvoller Ausbau der vorhandenen Infrastruktur stehen in keinem Widerspruch.

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VII Bildung, Kultur, Vereine


Die Versorgung der Gemeinde Noer mit Krippen, Kindergärten und Schulen erfolgt über die Nachbargemeinden. Die WIN wird sich dafür einsetzen, dass ein ausreichendes und qualitativ gutes Angebot zur Verfügung steht. Um das kulturelle Leben der Gemeinde zu fördern, streben die Mitglieder der WIN Angebote für kulturelle Veranstaltungen an, wie Beispielweise schon durch den Kulturbus verwirklicht.
Der Bücherbus mit seinen regelmäßigen Stopps in der Gemeinde hält ein gern genutztes Angebot an Leihbüchern vor. Für den Erhalt dieser Einrichtung wird die WIN sich auch in Zukunft einsetzen.
Die Mitglieder der WIN wollen die örtlichen Vereine in Ihrer Tätigkeit unterstützen, denn sie bereichern das Gemeindeleben maßgeblich.

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VIII Kooperationen


Die WIN hat die Bedeutung der engen Zusammenarbeit mit allen umgebenden Nachbargemeinden und deren Institutionen erkannt und wird davon bei anstehenden Entscheidungen Gebrauch machen. Insbesondere im Hinblick auf ein Kostenersparnispotenzial sind neue Zusammenschlüsse anzustreben und bestehende zu überprüfen. Die Entwicklungsplanung der Nachbargemeinden ist mit der Entwicklung der Gemeinde Noer zu verbinden und eine aktive Mitarbeit bei der Aktivregion „Hügelland am Ostseestrand“ und anderen Zusammenschlüssen ist auch wegen der sich daraus ergebenden Zugangsmöglichkeit zu europäischen Fördermitteln beabsichtigt.

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IX Finanzen


Angesichts der ländlichen Lage der Gemeinde und der, in vielen Bereichen fehlenden, Infrastruktur sind die Mitglieder der WIN für ein Festhalten an den jetzigen Hebesätzen für Grundeigentum.
Die WIN befürwortet weiterhin die Prüfung von Einnahmen, Ausgaben und Gebühren, um Transparenz zu schaffen und Einsparungsmöglichkeiten zu ermitteln.

Noer, Mai 2013 - Win Fraktion
© 2013 Wählerinitiative Noer